Naturismus & Behinderung

Februar 2026

Naturismus als Mittel zur Inklusion 

Naturismus in Frankreich weit mehr als nur ein Freizeitvergnügen sein: Für Menschen mit Behinderung ist er oft ein Ort der Selbstakzeptanz, der Befreiung vom Blick der anderen und der echten Gleichberechtigung. Dennoch gibt es zahlreiche Herausforderungen, sowohl in Bezug auf die Barrierefreiheit als auch auf die Repräsentation.

Erfahrungsbericht einer Naturistin mit Behinderung

Béatrice sitzt im Rollstuhl. Ihr Erfahrungsbericht, der auf der Website Handicap.fr veröffentlicht wurde, ist Teil einer Kampagne #stopbodyshaming der Fédération Française de Naturisme (Französischer Naturistenverband), in der sie erklärt:

„Der Mut, sich zu zeigen und von Menschen gesehen zu werden, die nicht urteilen, ist wichtig. ... Es gibt keine Diskriminierung, keine Vorurteile, wenn man sich selbst und andere respektiert.” 

Die Entscheidung, nackt für die Kampagne zu posieren, spiegelt den Wunsch wider, die Würde und den Wert aller Körper zu bekräftigen, auch derjenigen, die nicht den üblichen Standards entsprechen.

Das Zeugnis von Béatrice zeigt, wie sehr Naturismus Menschen, deren Körper sich anders entwickeln, eine zutiefst menschliche und gleichberechtigte Erfahrung bieten kann.

Konkrete Initiativen

  • Die FFN hat eine Broschüre mit dem Titel „Handi’Nat“ herausgegeben, die Naturistenclubs, die Menschen mit Behinderung besser aufnehmen möchten (je nach Art der Behinderung, Bedürfnissen usw.), bewährte Praktiken vorstellt. 
  • Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne arbeitet die Kommission Handi’Nat an einem Fotoposter für 2026, auf dem etwa 30 Naturisten mit Behinderung mit ihrem Vornamen und ihrer Behinderung abgebildet werden, um die Vielfalt der Naturistenkörper zu bekräftigen. 

Herausforderungen

  1. Physische Zugänglichkeit: Während die meisten FKK-Campingplätze in Frankreich, insbesondere alle, die zum Netzwerk der FEN gehören, barrierefrei sind, sind einige FKK-Strände für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nach wie vor schwer zugänglich. 
  2. Begleitung: Für Menschen mit motorischen Behinderungen oder größeren Schwierigkeiten kann eine Begleitperson oder ein Betreuer erforderlich sein – und Ängste oder Vorurteile können diesen Schritt erschweren. 
  3. Sichtbarkeit und Repräsentation: Auch wenn Initiativen wie Fotokampagnen ins Leben gerufen werden, bleibt noch viel zu tun, um die Präsenz von Menschen mit Behinderungen in FKK-Kreisen zu normalisieren.

Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in den Naturismus ist nicht nur eine Frage der Gestaltung: Es ist auch ein Schritt zur Anerkennung ihres Rechts auf Nacktheit, Freiheit und Gleichheit. Dank Erfahrungsberichten wie denen von Béatrice und konkreten Projekten wie der Broschüre Handi'Nat kann die FKK-Bewegung zu einem Ort der Vielfalt und des Respekts für den Körper werden.

Aber der Weg ist noch lang: Es gilt, die Barrierefreiheit weiter zu verbessern, die Ausbildung in FKK-Einrichtungen zu fördern und die körperliche Vielfalt noch stärker zu wertschätzen.

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